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Kat.Nr.: A65971
Singkreis Porcia Spittal / Drau

Auf da Fratn - Lieder von Hellmuth Drewes

Leitung: Hellmuth Drewes



Kontakt (gültig zur Zeit der Aufnahme):
Walter Steiner, Angerweg 4, 9873 Döbriach, 0664 45 04 309


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Diese Produktion ist fertig

Aufgenommen in der Aula der Volksschule Obermillstatt vom TONSTUDIO WEIKERT, A-9560 Feldkirchen, Tel. 04276 81 53 • www.weikert.com, Technik: Thomas Mildner • Aufnahmeleitung und Editing: Peter Weikert • Coverfoto: Wilhelm Pleschberger • Chorfoto: Rie-Press • Kontakt: Obmann: Walter Steiner, Angerweg 4, A-9873 Döbriach, 0664 45 04 309 • walter.steiner@aon.at • Chor: Postfach 90, A-9800 Spittal / Drau • www.singkreis-porcia.at

„Nimm dem Kärntner sein Lied, und er müsste welken wie die Blume ohne Tau...“(Josef Friedrich Perkonig)

In einer der schlimmsten Nächte der Geschichte, verursacht durch Menschen verachtende Diktatur und einen mörderischen, die Welt umfassenden Krieg, fiel jener Tau, der die Stimmen der Kärntner Sängerinnen und Sänger am Morgen wieder netzte und die Sangesfreude in ihre Gesichter zurück zauberte. Dieser Tau hat einen Namen:
Das „Neue Kärntnerlied“.
Nach dem Zweiten Weltkrieg zeigten viele Initiativen und Aktivitäten, dass man in Kärnten gewillt war, die musikalische Tradition fortzusetzen und weiter zu entwickeln: 1946 wurde das „Österreichische Volksliedwerk“ mit einem Arbeitsausschuss in Kärnten wiederbelebt; 1947 das Volksliedarchiv installiert. Neue Singgruppen entstanden in großer Zahl. Sing- und Chorleiterwochen erfreuten sich großen Andrangs.
In dieser ungemein anregenden und optimistisch stimmenden Atmosphäre fanden sich Justinus Mulle, Gerhard Glawischnig und Günther Mittergradnegger und beschenkten die Kärntner Chöre mit einem „neuen Ton“, der „in Wort und Weise das Bild der Heimat in dennoch wundersam vertrautem Zusammenklang neu erblühen ließ.“ (Norbert Artner). Das „Neue Kärntnerlied“ war geboren und zwar im sogenannten „St.Veiter Kreis“. Andere „Kreise“, wo sich Mundartdichter und Komponisten zum gemeinsamen Schaffen fanden, entstanden über das ganze Land verteilt.
In Spittal an der Drau waren es zwei Pädagogen: der aus Gerlamoos bei Steinfeld im oberen Drautal gebürtige Dichter Josef Hopfgartner und der aus Unterhaus bei Seeboden stammende Gründer und Chorleiter des „Singkreis Porcia“ Hellmuth Drewes. Die Metaphorik, die Tiefe und die raue Natur- und Menschenliebe, welche die Gedichte Hopfgartners prägen, finden in der Melodik der Drewes´schen Tonsprache eine einfühlsame Vollendung. Die „Kärntner Messe“ beispielsweise haben weit über 400 Chöre im gesamten Alpenraum und darüber hinaus in ihrem Repertoire. Die „Frat´n“ oder „Das Jahr is lei a Wind“ haben so wie etliche andere „Dreweslieder“ schon längst Volksliedstatus erreicht. Andere Vertonungen jüngeren Datums, wie etwa Lieder aus der Weihnachtskantate „Der Weg zur liachtn Krippn“ oder die „Nockalmlieder“ nach Textvorlagen der Ehefrau Gerlinde Drewes könnten diesen Weg in Zukunft ebenfalls nehmen.



Prof. Hellmuth Drewes (geb.1934);
seit 1956 Leiter des von ihm und Obmann Kurt Pacher gegründeten „Singkreis Porcia“; pens. Hauptschullehrer und –direktor; ehem.Kulturreferent und von 1983-1997 Bürgermeister der Stadt Spittal an der Drau; ehem. Bundeschorleiter des Kärntner Sängerbundes; Mitbegründer und künstlerischer Leiter des seit 1964 (!) jährlich ausgetragenen „Internationalen Chorwettbewerbes“ in Spittal an der Drau; Initiator und Leiter von Chorschulungskursen; Referent und Juror bei Chorseminaren und –wettbewerben im In- und Ausland.