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Kat.Nr.: A34511
Gruppen aus Großkirchheim

Ein schöner Stern von Gott gesandt... (Großkirchheimer Sternsinger)

Gesamtleitung: Hannes Benedikt

erscheint Ende November

Kontakt (gültig zur Zeit der Aufnahme):
Hannes Benedikt, Mitteldorf 19, A-9843 Großkirchheim, 04825 / 307


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Diese Produktion ist fertig

Aufgenommen im Jänner 2003 in der Kirche Maria Dornach. Aufnahme und Produktion: TONSTUDIO WEIKERT, A-9560 Feldkirchen, 04276 / 8153, www.weikert.com, Technik: Thomas Mildner, Aufnahmeleitung und Editing: Peter Weikert, Kontakt: Hannes Benedikt, Mitteldorf 19, A-9843 Großkirchheim, 04825 / 307


Die CD-Aufnahme ist eine Dokumentation der musikalischen Kultur unseres Ortes und umspannt den Bogen von Advent bis Hl. Drei-Könige. Die Tradition des Sternsingens ist dabei von besonderer Bedeutung und umfasst sowohl überlieferte alte als auch neue Weisen, die in der Art nur in Großkirchheim gesungen wurden bzw. werden. Das Sternsingen wurde bis in die fünfziger-Jahre vom damaligen Kirchenchor unter der Leitung von Josef Lesacher als christliche Weihnachtsbotschaft in jedes Haus der Pfarrgemeinde getragen. Diese Sendung wurde von den Sagritzer-Kirchensängern trotz grosser Strapazen sehr ernst genommen und in der Zeit vom Stefanitag bis zu hl. Drei-Könige an jeden Einwohner gebracht. Der Männergesangsverein pflegte in dieser Zeit das ´wilde Sternsingen´ - hier sollen die besseren Sänger in ausgesuchte Häuser gegangen sein. Dieses ´Konkurrenzsingen´ gipfelte im gegenseitigen ´Stehlen des Sternes´, sodaß die betroffene Sternsingerrotte ihre Mission einstellen musste, bis sie ihren Stern wieder ausgelöst hatte.
Der Wandel der Zeit hat es mit sich gebracht, daß diese Form des Sternsingens heute von den Kirchensängern nicht mehr zu bewältigen ist. Seit dieser Zeit betraut die Pfarre selbst Gruppen von Kindern in Begleitung von Erwachsenen mit dieser Aufgabe, um im Zuge des Sternsingens für die Mission Spenden zu sammeln. Aber auch die Kinder singen dabei das alte Sternsingerlied und verabschieden sich mit dem Danklied aus jedem Haus.
Von der alten Tradition hat im Grunde das ´Wilde Sternsingen´ überlebt. Der Männergesangsverein Großkirchheim als Kulturträger pflegt noch heute diese Tradition am Vorabend zu hl. Drei-Könige. Dabei werden alle Gasthäuser des Ortes Döllach besucht. Als ´Vorhut´ tritt ein ´Hirtenquartett´ in originaler Hirtenbekleidung auf, begleitet von einem Klarinettentrio der Trachtenkapelle - liebevoll die ´Knittler´ (Lehnwort von ´Knüppel´ als laienhaft-ruppige Bezeichnung der Klarinette) bezeichnet. Sie trägt ihre Weisen vor - eingebettet in passende weihnachtliche Texte.Abgelöst wird die Vorhut dann von der Hauptrotte der originalen Sternsinger in ihren Trachten unter Führung ihrer Könige Kaspar, Melchior und Balthasar und einer Bläsergruppe. Hier wird das alte Sternsingerlied als Ballade des biblisch-weihnachtlichen Geschehens vorgetragen. Am Ende dieses Teiles findet dann ein ´Ansingen´ der Hausleute und Gäste statt, wo neben den Glückwünschen für ein gutes neues Jahr auch ein Schuss Humor, Spott oder Satire - aber auch - je nach Lebenssituation - Trost, Hoffnung oder Anerkennung zum Ausdruck kommen darf. Der ´Ansinger´ hat die äusserst schwierige Aufgabe, sich alle anwesenden Personen sofort zu vergegenwärtigen und sich daraus in sekundenschnelle ´seinen Reim zu machen´ und diesen mit sehr viel Fingerspitzengefühl - denn es soll bei Gott kein Mensch unter der Führung des ehrwürdigen Sternes beleidigt werden - an den Mann / die Frau zu bringen. Mit dem Danklied verabschiedet sich die Sternsingerrotte bis zum nächsten Jahr und zieht ins nächste Haus, wo in der Zwischenzeit schon ´die Vorhut´ ihre Texte, Lieder und Weisen erklingen lässt um bald wieder vom ´Stern´ abgelöst zu werden. Eine lange Nacht hat begonnen ......Am Hl. Drei-Königstag treffen sich dann alle Sternsinger - die Kinder in ihren Gruppen - sowie die Sänger des Männergesangsvereines zum Festgottesdienst in der Pfarrkirche zu Sagritz, wo gemeinsam der Gottesdienst gestaltet wird - und so die schöne Weihnachtszeit würdig ausklingen darf .....